Verlauf:
1.-2. Tag: ANREISE / PETROPAVLOVSK
Linienflug nach Petropavlovsk. Je nach Flugverbindung ggf. mit Zwischen-ÜN in
Moskau oder St.Petersburg. Erste ÜN in Petropavlovsk.
3.-8. Tag: DER NORDEN: EWENEN, ITELMENEN - TOLBACHIK & KLYUCHEVSKAJA
Die Giganten Kamtschatkas: der Anblick der höchsten aktiven Vulkane Eurasiens,
des 4835m hohen Klyuchevskaja und seiner umgebenden Schnee-Nachbarn, wäre die
Reise alleine wert! Eine mit Gletschern durchzogene Vulkankette ungeheuerlichen
Ausmaßes in der nahezu menschenleeren Wildnis.
Ziel unserer Kamtschatka Expedition sind Wanderungen in der Umgebung des Tolbachik,
ein 3682m hoher Vulkan, der hier mit seinen Nebenkratern und Lavaströmen eine
Landschaft von einzigartiger Wildheit geschaffen hat. Inmitten des wohl größten
vulkanischen Gebietes Kamtschatkas errichten wir für 3 Nächte unser Basislager.
Wir erwandern die Bereiche des südlichen Vulkanausbruches und bestaunen die frischen
vulkanischen Formen. Einer Mondlandschaft gleich, reiht sich hier ein Vulkankegel
an den anderen. An den heißen Fumarolen bilden sich ständig neue Mineralien und
neben der dominierenden schwarzen Asche leuchten die Hänge in Rot-, Braun-, Gelb-
und Grüntönen. Nach den langen Tageswanderungen schmecken die Pilze und Unmengen
an Beeren am abendlichen Feuer unseres Wildniscamps besonders gut. Einen herrlichen
Kontrast zu dieser Mondlandschaft liefert uns eine ausgedehnte Wanderung in der
faszinierenden Bergtundra am Fuße des Tolbachik, bei der wir die interessante
Vegetation vor der Kulisse der scharfkantigen Bergrücken genießen. Eng beieinander
liegt hier die Zerstörungskraft der Vulkane und die bezaubernde Vegetation der
Tundra. Tage intensivster Naturerfahrung in der Abgeschiedenheit, umgeben von
der stimmungsvollen Kulisse der aktiven Vulkane Kamtschatkas! Nach Rückkehr von
unserem „Basislager“ lassen wir uns in einem kleinen Dorf am Fuße der Berge von
der wohlschmeckenden, russischen Bauernküche verwöhnen. Die nächsten 2 Tage widmen
wir den Naturvölkern im Norden der Halbinsel Kamtschatka. Esso ist das Zentrum
der Ewenen und ihrer Völkergruppen. In einem kleinen Museum lernen wir von der
Geschichte und den heutigen Lebensbedingungen dieser Völkergruppen. Wigwam unterstützt
in dieser Gegend seit Jahren ein sehr hilfreiches Projekt für die Kinder der Itelmenen.
Vielleicht können wir einer beeindruckenden ewenischen Tanzdarstellung beiwohnen,
die uns Einblick in die Kultur der Ureinwohner vermittelt. Unser einfaches Quartier
liegt bei warmen Radon-Thermalquellen (Badegelegenheit). 2xÜN.
9.-11. Tag: FLUSSWANDERUNG BYSTRAJA
Nach Zeltcamp an den heißen Quellen in Malki beginnen wir unsere 3-tägige Flusstour.
Kein Weg führt durch das Gebirge, nur der Flusslauf schlängelt sich durch diese
Wildnis. Mit unserer russischen Begleitmannschaft setzen wir auf der Bystraja
ein und treiben flussabwärts. Von unseren Schlauchbooten aus erleben wir die vorbeiziehende
Landschaft: dichte Wälder, glasklare Flüsse, unzählige Lachse auf der Wanderung
zu ihren Laichgründen. Mit etwas Glück bekommen wir Kamtschatkas Braunbär und
den Riesenseeadler zu Gesicht, die jeweils zu den Größten der Welt gehören. Unsere
Camps bauen wir draußen in der Wildnis auf, improvisieren aus erhitzten Steinen
eine original russische Natur- und Dampfsauna, angeln uns Lachs und Forelle fürs
abendliche Lagerfeuer. Eine Kamtschatka Expedition, die puren Naturgenuss verspricht!
F/P/A
12.-17. Tag: MUTNOVSKI REGION & KÜSTE
Unser Gelände-LKW bringt uns durch das bezaubernde Paratunka-Tal mit seinen ausgedehnten
Steinbirkenwäldern und entlang der Silhouette des perfekten Stratovulkans Vilyuchinski
bis hoch in die große Caldera des Vulkans Goreli. Hier oben in der Tundra errichten
wir für 3 Nächte unser herrlich gelegenes Naturcamp. Wir steigen entlang eines
Flusslaufes und durch eine enge Öffnung in den Krater des Mutnovski, wo wir Zeugen
eines überwältigenden Naturschauspiels werden: vom Schwefel in leuchtendes Gelb
gefärbte Fumarolen blasen zwischen Schnee und Eis mächtige Säulen heißer Gase
in die Atmosphäre; dazwischen Tümpel voll brodelnder Säure. Ein Hängegletscher
reicht mit seiner Eiszunge bis auf den Grund des Kraters herab, wo die Schmelzwasser
den Fluss speisen, der aus dem Krater ins Tal fließt. Nur wenige hundert Meter
weiter blicken wir in die gewaltige Öffnung des aktiven Kraters mit bis zu 5oo
Grad heißen Gasen. Ein donnernder Wasserfall stürzt über eine Steilstufe. An
den Wänden der Canyons gewinnen wir Einblick in den Aufbau des Feuerberges, eine
Reise in die Erdgeschichte. Der 1829m hohe Goreli mit seinen türkisblauen und
brodelnden Säureseen im Krater ist ein weiterer Zeuge aktiven Vulkanismus. Der
Anblick dieses Naturschauspiels und der weitschweifende Blick über die Gebirgslandschaft
Südkamtschatkas lassen die Mühen des Aufstiegs vergessen. Weiteres Ziel ist ein
ehemaliges Geologen- und Goldgräbercamp mit heißen Thermalquellen, in deren warmen
Pools wir es uns nach den Tagen in der rauhen Tundra richtig wohlergehen lassen.
Bei einer Wanderung in der üppig bewachsenen, pazifischen Küstenlandschaft bestaunen
wir den Reichtum der Flora. Blumenwiesen und üppigste Vegetation, als Gegensatz
zur kargen Tundra, runden diese Tage ab.
18.- 20. Tag: AVATCHA
Die Küstenlandschaft des Pazifik erschließen wir uns auch bei einer mehrstündigen
Bootstour über die Avatcha-Bucht zu Vogelinseln und Robbenkolonien. Wir erklimmen
die Hochlagen des gleichnamigen Berges Avatcha, der über der Bucht thront. 2 ÜN
in der Bergregion des Avatcha. Wir haben die extremsten Landschaften dieser nahezu
unerschlossenen und außergewöhnlichen Halbinsel intensiv erlebt, schätzen und
sicher auch lieben gelernt.
21. Tag: RÜCKKEHR
Nach einer letzten ÜN und einem Stadtbummel in Petropavlovsk geht unsere Kamtschatka
Expedition zu Ende und wir verabschieden uns von der Begleitmannschaft und kehren
zurück nach Europa.